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Tipps:

 

Rentenberechnung

Hier erfahren Sie mehr zur Rentenberechnung ...

Inhalt:

 

Rentenberechnung

Rentenformel: Rentemtl. = EP * ZF * RAF * aRW
EP) Entgeltpunkte | ZF) Zugangsfaktor
RAF) Rentenartfaktor | aRW) Aktueller Rentenwert

 

 

Entgeltpunkte (EP)
Die Entgeltpunkte sind wichtiger Bestandteil der Rentenberechnung, denn sie spiegeln das Einkommen während des Arbeitslebens wider. Das in den einzelnen Kalenderjahren durch Beiträge versicherte Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen wird in Entgeltpunkte umgerechnet. Ein versicherungspflichtiges Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen in Höhe des Durchschnittsentgelts eines Kalenderjahres ergibt einen vollen Entgeltpunkt. Für relevante beitragsfreie Zeiten werden Entgeltpunkte angerechnet, deren Höhe von der Höhe der in der übrigen Zeit versicherten Arbeitsentgelte und Arbeitseinkommen abhängig ist.

Zugangsfaktor (ZF)
Die ermittelten Entgeltpunkte werden bei vorzeitigem Rentenzugang nicht in vollem Umfang oder bei späterem Rentenzugang in größerem Umfang bei der Berechnung der Rentenhöhe berücksichtigt. Dies wird in der Rentenformel dadurch erreicht, dass die persönlichen Entgeltpunkte mit dem Zugangsfaktor multipliziert werden (Persönliche Entgeltpunkte). Damit werden Vorteile und Nachteile einer unterschiedlichen Bezugsdauer der Rente ausgeglichen. Der Zugangsfaktor beläuft sich auf 1,000, wenn eine Altersrente mit dem regulären Rentenbeginn startet. Bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente ist er kleiner als 1,000 und bei über die Regelaltersgrenze hinausgeschobenem Rentenbeginn größer als 1,000.

Rentenartfaktor (RAF)
Durch den Rentenartfaktor wird das Sicherungsziel der jeweiligen Rentenart im Verhältnis zu einer Altersrente bestimmt. Bei Rentenarten mit Lohnersatzfunktion beläuft er sich auf 1,0 und bei Rentenarten mit Unterhaltsfunktion ist er kleiner als 1,0.

 

Weitere Rentenartfaktoren:

Renten wegen AltersRentenartfaktor
Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung 0,5
Renten wegen voller Erwerbsminderung 1,0
Erziehungsrenten 1,0
kleine Witwenrente 0,25
große Witwenrente 0,55
Halbwaisenrente 0,1
Vollwaisenrente 0,2

Aktueller Rentenwert (aRW)
Der aktuelle Rentenwert wird zum 1. Juli jeden Jahres in Abhängigkeit von der Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter, dem Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung und demografischer Veränderungen (Nachhaltigkeitsfaktor) angepasst. Die Rate der Rentenanpassung wird nach der Rentenanpassungsformel berechnet. Quelle: Wikipedia

 

Altersrenten

Es gibt in der gesetzlichen Rentenversicherung folgende Arten von Altersrenten:

 

 

 

Bei allen Altersrentenarten ist die Rentenberechnungsformel gleich. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich der Anspruchs Voraussetzungen, des frühestmöglichen abschlagsfreien Rentenbeginns und des frühestmöglichen Rentenbeginns mit Abschlägen.

Regelaltersgrenze
Für Versicherte, die vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, stellt die Vollendung des 65. Lebensjahres die Regelaltersgrenze dar. Bei Versicherten der Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 liegt die Grenze zwischen 65 und 67 Jahren. Versicherte der Geburtsjahrgänge 1964 und jünger erreichen die Regelaltersgrenze mit Vollendung des 67. Lebensjahres.

Ab Erreichen der Regelaltersgrenze besteht bei Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren Anspruch auf Regelaltersrente. Wer zu diesem Zeitpunkt in Rente geht, erhält die Rente stets ohne Abschlag. Wer trotz erfüllter Wartezeit die Regelaltersrente nicht mit Erreichen der Regelaltersgrenze, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nimmt, erhält für jeden Kalendermonat des Hinausschiebens einen Rentenzuschlag von 0,5%.

Eine Vereinbarung, die die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eines Arbeitnehmers ohne Kündigung zu einem Zeitpunkt vorsieht, zu dem der Arbeitnehmer vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Rente wegen Alters beantragen kann, gilt dem Arbeitnehmer gegenüber als auf das Erreichen der Regelaltersgrenze abgeschlossen, es sei denn, dass die Vereinbarung innerhalb der letzten 3 Jahre vor diesem Zeitpunkt abgeschlossen oder von dem Arbeitnehmer innerhalb der letzten 3 Jahre vor diesem Zeitpunkt bestätigt worden ist.

Altersrente für Frauen
Die Altersrente für Frauen erhalten versicherte Frauen,

  • die vordem 1. Januar 1952 geboren sind,
  • die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben.
  • nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als 10 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben.

Altersrente für langjährig Versicherte
Die Altersrente für langjährig Versicherte setzt die Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren voraus. Auf diese Wartezeit werden alle rentenrechtlichen Zeiten angerechnet. Dazu gehören u.a. Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung und einer selbstständigen Tätigkeit. Zeiten der Kindererziehung. Zeiten mit freiwilligen Beiträgen, Anrechnungszeiten (z.B. Zeiten der Schulausbildung). Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bzw. Rentensplitting.

Altersrente für schwerbehinderte Menschen
Die Altersrente für schwerbehinderte Versicherte setzt die Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren voraus. Auf diese Wartezeit werden alle rentenrechtlichen Zeiten angerechnet. Dazu gehören u.a. Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung und einer selbstständigen Tätigkeit. Zeiten der Kindererziehung. Zeiten mit freiwilligen Beiträgen, Anrechnungszeiten (z.B. Zeiten der Schulausbildung), Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bzw. Rentensplitting. Weiter setzt diese Rentenart voraus, dass der Versicherte zum Rentenbeginn als schwerbehinderter Mensch (Grad der Behinderung von mindestens 50%) anerkannt ist. Für Versicherte, die bis zum 16. November 1950 geboren sind, genügt auch das Vorliegen von Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit nach dem am 31. Dezember 2000 geltenden Recht.

Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit
Die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit erhalten Versicherte, die

  • vor dem 1. Januar 1952 geboren sind,
  • eine Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben,
  • in den letzten 10 Jahren vor Rentenbeginn 8 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben und entweder
  • bei Rentenbeginn arbeitslos sind und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren oder
  • die Arbeitszeit aufgrund von Altersteilzeit im Sinne des Altersteilzeitgesetzes für mindestens 24 Kalendermonate vermindert haben.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte
Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte setzt die Erfüllung einer Wartezeit von 45 Jahren voraus. Auf diese Wartezeit werden neben Pflichtbeitragszeiten auch Monate aus Zuschlägen an Entgeltpunkten aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung angerechnet. Pflichtbeitragszeiten aufgrund des Bezugs von Arbeitslosengeld. Arbeitslosengeld II und Arbeitslosenhilfe werden nicht berücksichtigt.

 

Altersteilzeitarbeit

Altersteilzeitarbeit liegt vor, wenn Arbeitnehmer,

  • das 55. Lebensjahr vollendet haben,
  • aufgrund einer Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber, die sich zumindest auf die Zeit bis zu einem Anspruch auf Altersrente erstreckt, ihre Arbeitszeit auf die Hälfte der bisherigen wöchentlichen Arbeitszeit (im Blockmodell durchschnittlich) vermindert haben,
  • weiterhin versicherungspflichtig beschäftigt im Sinne des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) sind und
  • innerhalb der letzten fünf Jahre vor Beginn der Altersteilzeit arbeit mindestens 1.080 Kalendertage aufgrund einer Beschäftigung oder einer Entgeltersatzleistung der Versicherungspflicht nach dem SGB III unterstanden.

Weitere Voraussetzungen sind, dass der Arbeitgeber aufgrund eines Tarifvertrags, einer Regelung der Kirchen und der öffentlich rechtlichen Religionsgesellschaften, einer Betriebsvereinbarung oder einer Vereinbarung mit dem Arbeitnehmer

Siehe Alterteilzeitrechner

  • das Regelarbeitsentgelt um mindestens 20%aufstockt, wobei die Aufstockung auch weitere Entgeltbestandteile umfassen kann, und
  • zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge mindestens in der Höhe des Beitrags zahlt, der auf 80%des Regelarbeitsentgelts für die Altersteilzeilarbeit begrenzt auf den Unterschiedsbetrag zwischen 90% der monatlichen Beitragsbe messungsgrenze und dem Regelarbeitsentgelt entfällt, höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze (§§2 und 3 Abs. 1 Nr. 1 AltersTZG).

Dem Regelarbeitsentgelt nach Maßgabe des Altersteilzeitgesetzes ist grundsätzlich das laufende sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt unter Berücksichtigung der Hälfte der bisherigen wöchentlichen Arbeitszeit zugrunde zu legen. Der Aufstockungsbetrag ist Steuer- und beitragsfrei. Quelle: Summa Summarum Prüfung von A-Z 2012

 

Beitragssätze in der Rentenversicherung

Beitragssätze in der Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung

 

Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung Rechner

Jahr Rentenversicherungsbrutto

Neu Rechner siehe: Rentenversicherungsbeiträge

 

Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung
Jahr Rentenversicherung Arbeitslosenversicherung
198018,0%3,0%
198118,5%3,0%
198218,0%4,0%
198318,0%4,6%
1.9.198318,5%4,6%
198418,5%4,6%
198518,7%4,4%
1.6.198519,2%4,1%
198619,2%4,0%
198718,7%4,3%
198818,7%4,3%
198918,7%4,3%
199018,7%4,3%
199118,7%4,3%
1.4.199117,7%6,8%
199217,7%6,3%
199317,5%6,5%
199419,2%6,5%
199518,6%6,5%
199619,2%6,5%
199720,3%6,5%
199820,3%6,5%
199920,3%6,5%
ab 1.4.199919,5%6,5%
200019,3%6,5%
200119,1%6,5%
200219,1%6,5%
200319,5%6,5%
200419,5%6,5%
200519,5%6,5%
200619,5%6,5%
200719,9%4,2%
200819,9%3,3%
200919,9%2,8%
201019,9%2,8%
201119,9%3,0%
201219,6%3,0%
201318,9%3,0%

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